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Belegstelle

Der Imkerverein betreibt eine Belegstelle an der Saalburg, die bereits seit mehr als 80 Jahren besteht. Eine Belegstelle dient zur gezielten Anpaarung von Königinnen. Dort werden zur Zeit der Königinnenaufzucht Völker mit guten Eigenschaften aufgestellt, die viele Drohnen aufziehen (Vatervölker). Imker bringen dann unbegattete Königinnen in Kleinstvölkern auf die Belegstelle, damit diese sich dort paaren.

Der Bienenzuchtverein nutzt das Gelände der Belegstelle im Sommerhalbjahr außerdem für Vereinstreffen und Schulungen. Auch der traditionsreiche Tag der offenen Tür findet dort im Sommer mit zahlreichen Besuchern statt.

Der Betrieb der Belegstelle wird zur Zeit neu organisiert. Daher werden sich hier noch Änderungen ergeben.

Belegstellenordnung als Pdf-Datei zum Herunterladen

Zur Geschichte der Belegstelle

Die Belegstelle befindet sich unterhalb des Saalburgrestaurants auf dem Gelände der ehemalige Haltestelle der früheren Saalburgbahn. Diese Straßenbahnlinie von Bad Homburg zur Saalburg wurde im Jahr 1900 eröffnet, im Zusammenhang mit der Saalburgfeier zur Restaurierung des Römerkastells. Die Bahn verkehrte bis 1935, sie wurde nach einem schweren Unfall eingestellt und durch Postbusse ersetzt. Das Stationsgebäude - ein eingeschossiger Bruchsteinbau mit Satteldach und Vorbau in offener Fachwerkkonstruktion - soll den Eindruck eines Gebäudes im provinzialrömischen Baustil wiedergeben. Es ist wohl die einzige Straßenbahnhaltestelle aus der "Römerzeit". In den Jahren 2003/2004 erfolgte eine grundlegende Sanierung des mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes durch die Stadt Bad Homburg.

Die Übernahme des Stationsgebäudes durch den Bienenzuchtverein erfolgte 1937 und schon im darauffolgenden Jahr wurde die „Staatlich anerkannte Belegstelle zur Bienenzucht“ eröffnet. Diese Belegstelle wurde insbesondere in den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg intensiv genutzt, um die friedfertige Carnica-Biene zu verbreiten.

Bilder von der Belegstelle