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12.11.13 14:30

Grüne Inseln für Bienen, Lerchen und Hamster

Von: Presse- und Informationsamt - Frankfurt

Frankfurter Landwirte fördern die Artenvielfalt

(pia) Bereits im zweiten Jahr haben Frankfurter Landwirte und Gärtner einen Teil ihrer Flächen dem Artenschutz gewidmet. Seit 2012 gilt im Pachtvertrag der Stadt für Ackerland die „Biodiversitätsklausel“. Diese schreibt vor, dass auf ein Prozent der von der Stadt gepachteten Fläche der Arten- und Naturschutz gefördert werden soll. Die Biodiversitätsklausel haben Landwirte und Gärtner sowie Liegenschafts- und Umweltamt gemeinsam entwickelt.

Die Landwirte und Gärtner konnten, wie schon im Jahr 2012, eine von sieben möglichen Maßnahmen auswählen. Alle Maßnahmen werden in einem Katalog, dem „Leitfaden Biodiversität in der Landwirtschaft in Frankfurt am Main“, ausführlich erläutert.

2013 haben sich insgesamt 73 Landwirte und Gärtner verpflichtet, eine Biodiversitätsmaßnahme durchzuführen. Am häufigsten wählten sie die Anlage von Blühflächen, die mit speziellen Saatgutmischungen eingesät werden. Das ist umso erfreulicher, weil Blühflächen nicht nur die Vielfalt heimischer Schmetterlingsarten und Bestäubungsinsekten fördern, sondern auch optisch ein Gewinn für die Landschaft sind. 

Beliebt ist außerdem der Anbau von Zwischenfrüchten, bei dem sich wegen des wirtschaftlichen Nutzens der Flächenanteil auf fünf Prozent der Pachtfläche erhöht. Auch für den vom Aussterben bedrohten Feldhamster und die Feldlerche als gefährdete Bodenbrüterin wird dort, wo sie in Frankfurt potenziell noch vorkommen, etwas getan. Mit Nacherntestreifen für die Hamster und sogenannten Lerchenfenstern werden „Überlebensräume“ für diese Tierarten geschaffen.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Kreislandwirt Dr. Matthias Mehl dankten den Landwirten und Gärtnern für ihr Engagement. „Sie geben ein schönes Vorbild für die ganze Stadt“, sagte Heilig. „Für Artenschutz sollte überall etwas Raum sein – auch in der bebauten Stadt. Stellen wir uns nur einmal vor, auch ein Prozent aller versiegelten Grundstücke würden der Biodiversität gewidmet.“ 

„Die Landwirte sind mit großem Elan dabei“, sagte Dr. Matthias Mehl. „Die gemeinsamen Bemühungen von Stadt und Landwirtschaft im Sinne der Biodiversität werden auch 2014 fortgeführt.“

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