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Belegstellenordnung (Stand: 25.3.2016)

Bienenzuchtverein Obertaunus e. V.

Belegstellenordnung der Belegstelle / Alte Straßenbahnhaltestelle an der Saalburg (Stand: 25.3.2016)

I.
Der Bienenzuchtverein Obertaunus e.V. betreibt auf dem Gelände der alten Straßenbahnhaltestelle eine Beleg- und Vermehrungsstelle. Es handelt sich dabei um einen Bienenstand des Vereins, auf dem ausschließlich Völker des Vereins aufgestellt werden. Eine Ausnahme hiervon bilden Völker für die Neuimkerausbildung. Verantwortlich für den imkerlichen Betrieb der Belegstelle ist der Belegstellenleiter. Er beimkert alle dort aufgestellten Völker des Vereins. Auf der Belegstelle ist in Bezug auf alle imkerlichen Fragen (Völkeraufstellung, Völkerführung, Zugang zu Völkern usw.) den Anweisungen des Belegstellenleiters Folge zu leisten. Für den weiteren, nichtimkerlichen Betrieb der Belegstelle (Pflege von Gelände und Gebäuden) ist der Vereinsvorstand verantwortlich.

II.
Die Beleg- und Vermehrungsstelle bieten folgende Leistungen zu den jeweils genannten Preisen (Vereinsmitglieder / Nichtmitglieder) an:

a) Umlarven pro Larve: € 0,25 / € 0,50 zum festgesetzten Termin (siehe www.taunusimker.de oder Newsletter); eine Anmeldung ist erforderlich
b) angezogene Weiselzellen: entfällt b.a.w.
c) unbegattete Königinnen: entfällt b.a.w.
d) begattete Königinnen pro Königin: € 20,00 / € 40,00 Abgabe nach Verfügbarkeit, Vereinsmitglieder werden bevorzugt
e) Aufstellung von Begattungskästchen pro Begattungskästchen: € 0,00 / €  3,00 in drohnenfreien EWK, MWK bis incl. MiniPlus; Gesundheitszeugnis für alle außerhalb des Hochtaunuskreises kommenden Bienen; Kästchen sind eindeutig mit Namen des Imker zu beschriften Die Belegstelle ist ab dem 10. Mai 2016 geöffnet. Anlieferung/Abholung nach telefonischer Vereinbarung mit dem Belegstellenleiter.

III.
Der Belegstellenleiter hält die erbrachten Leistungen mit Leistungsempfänger und den jeweiligen Einnahmen schriftlich fest und rechnet diese gegenüber dem Verein ab. Der Belegstellenleiter erhält vom Verein eine Erstattung der entstandenen Aufwendungen für Fahrtkosten, Material usw. gegen entsprechende Aufstellung.

IV.
Die Beleg- und Vermehrungsstelle ist als separater imkerlicher Betrieb getrennt von der privaten Imkerei des Belegstellenleiters zu führen. Bienen, Material, Honig, Wachs sind Eigentum des Vereins.

V.
Der Verein führt auf dem Gelände der Beleg- und Vermehrungsstelle auch Neuimkerausbildung und Fortbildungen durch. Hierzu unterhält der Verein separate Völker. Darüberhinaus kommen ggfs. separate Völker zum Einsatz, die sich auch im Eigentum der einzelnen Neuimker befinden können. Alle diese Völker sind stets mit Königinnen auszustatten, die den Zuchtlinien der Beleg- und Vermehrungsstelle entsprechen.

Die alte Straßenbahnhaltestelle im neuen Glanz am 26. Januar 2005
Die alte Straßenbahnhaltestelle im neuen Glanz am 26. Januar 2005
links 12 Vatervölker, rechts im Hintergrund Begattungskästchen
links 12 Vatervölker, rechts im Hintergrund Begattungskästchen
Bautrupp bei der Sanierung der alten Straßenbahnhaltestelle
Bautrupp bei der Sanierung der alten Straßenbahnhaltestelle

Zur Geschichte der Belegstelle

Die Belegstelle befindet sich aus Richtung Bad Homburg kurz unterhalb der Saalburg. Das Gelände umfasst die ehemalige Haltestelle der früheren Saalburgbahn. Die Straßenbahnlinie von Bad Homburg zur Saalburg wurde im Jahr 1900, im Zusammenhang mit der Saalburgfeier zur Restaurierung des Römerkastells, eröffnet. Sie verkehrte bis 1935 und wurde dann durch Postbusse ersetzt. Das Stationsgebäude, ein eingeschossiger Bruchsteinbau mit Satteldach und Vorbau in offener Fachwerkkonstruktion, soll den Eindruck eines Gebäudes im "provinzialrömischen" Baustil wiedergeben. Es ist wohl die einzige Straßenbahnhaltestelle aus der "Römerzeit".

Die Übernahme des Stationsgebäudes durch den Bienenzuchtverein erfolgte 1937 und schon im darauf folgenden Jahr wurde die staatlich anerkannte Belegstelle zur Bienenzucht eröffnet.

In den Jahren 2003/2004 erfolgte eine grundlegende Sanierung des mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes durch die Stadt Bad Homburg. Der Bienenzuchtverein ist weiterhin Mieter der Anlage. Im Stationsgebäude finden im Sommerhalbjahr Vereinstreffens und Schulungen statt. Für imkerliche Arbeiten steht ein Geräteschuppen zur Verfügung. Auf dem Wiesen- und Waldareal ist reichlich Platz zur Aufstellung der Vatervölker und der Begattungskästchen. 

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